Sonntag, 16. Februar 2020 Internationales Radrennen vor Ort

Pascale Ackermann gewann zum zweiten Mal in Folge den Preis – la Clasica.

Das Ziel Costa de Almeria gilt als eines der besten Radszenerien der Welt.

Der Deutsche Pascal Ackermann (Bora, Hans Grohe) hat in einem engen Sprint ein umstrittenes Rennen von 187 Kilometern gewonnen, das von den Städten Ara, Berja, Balanegra und El Ejido durch die Almeria West mit Abfahrt und Zieleinlauf in Roquetas de Mar gefahren wurde.

Nach 18 Stunden überquerte P. Ackermann als erster die Ziellinie, indem er in einem Sprint den Norweger Kristpoff (VAE Emirates, den Zweiten und den Italiener Viviani (Cofidis), den dritten, vor den Augen von hunderten von Fans, erreichte.

20 der besten internationalen Teams der Weltklasse waren am Start, Astana (Kasachstan) Bora-Hans Grohe (Deutschland), Mitchelton-Scott (Australien), La Mondiale (Frankreich), Emirates (VAE) und Israel.

Pascale Ackermann

Roquetas Rennen

 

 

Bis dann……

 

 

11. Februar 2020 Noticias del Blog

Böse Zungen haben schon immer behauptet, wir hätten einen Vogel. Bisher konnten wir diese Aussage immer entkräften. Seit gestern ist das anders. Hier ist der Beweis!

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Als ich Hans während seiner Aufbauphase (er hat sich ebenfalls für ein Kampa Air-Zelt entschieden) besuchte, erzählte er, was ihm vor zwei Stunden passierte und sagte sinngemäß – schau mal bitte ins Küchenzelt auf die Anrichte. Ich sah einen hübschen buntgefiederten Vogel, dessen Grundfärbung gelb leuchtet, Gesicht und Wangen bis zur Kehle rot/lachsrosa sind.

Er knabberte genüsslich an den Bröckchen, die auf der Anrichte lagen und ließ sich auch durch meine Anwesenheit nicht stören.

Die Vorgeschichte dieser Episode ist folgende:

Am Boden arbeitend wurde ein Werkstück von Hans bearbeitet, in deren Verlauf Holzspäne durch die Luft wirbelten, als plötzlich der besagte Vogel neben ihm stand und nach den Spänen trachtete.

Schon Merkwürdig, er zeigte nicht die geringste Scheu. Als wollte er sagen – hier bin ich, nehmt mich meiner an.

Daraufhin lockte Hans ihn auf den ausgestreckten Finger, ging ins Küchenzelt und setzte ihn auf der Anrichte ab. Versorgt mit kleinen Knabbereien harrte er dort solange aus, bis ich nach zwei Stunden dazu kam.

Nach kurzer Beratung einigten wir uns für den Verbleib in unsere Hände. Kurzerhand kam er ins Fahrradkörbchen. Abgedeckt mit einer Decke fuhr ich zu unserer Parzelle und überraschte die drei Frauen, die sich gerade in der Sonne aalten. Auch herbeieilende Personen konnten den Vogel nicht aus der Verfassung bringen. Nach kurzer Diskussion waren die Würfel gefallen.

Der Ungewissheit überlassen, das konnten wir nicht über das Herz bringen, zumal es sich um einen beringten und domestizierten Vogel handelt, der nach Aussage der Vogelkundler um einen Zwergpapagei handeln könnte.

Nun braucht er zwingend unsere Hilfe, denn eine Überlebenschance in der Natur wird er kaum haben.

Internet-Recherchen haben ergeben, das es sich tatsächlich um einen männlichen Zwergpapagei (Rosenköpfchen) handelt. Verbreitungsgebiet-südwestliches Afrika.

 

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Bis dann……

Freitag, 17.Januar 2020 Man wird nur einmal

das ist das Motto für den gestrigen Geburtstag, den Moni mit Eheknochen Hagen feiern konnte.

Es ist ein sonniger Tag, da haben wir gedacht, wir fahren ans Meer, präziser zum Boots-Hafen nach Almerimar.

Es ist noch recht kalt, ich denke ca. 12° als wir unsere startklar gemachten Räder in Gang setzen.

Zum Hafen beläuft sich die einfache Strecke um die 28 Kilometer. Für die Rücktour ist der Linienbus 331 nach Roquetas de Mar geplant, denn das Transportieren von Rädern und anderem Gepäck ist in den Alsa Bussen kostenfrei. Unterhalb des Fahrgastraumes gibt es riesige Gepäckräume, die ein Nebeneinander von Rädern ermöglichen. Die Vorgehensweise haben wir schon mehrfach praktiziert, als wir Almeria besuchten. Im Internet wurden Abfahrtzeit und Haltestelle recherchiert, sodass nichts mehr im Wege stand.

Wir fahren mal auf, mal ab, durch das endlose Mar del Plastico, wo im Winter Tomaten und weiteres Gemüse reifen. Im Schnitt werden pro Quadratmeter 3,7 Kg Tomaten geerntet und das fünf mal im Jahr.

Der Verkehr von Giga-Linern hält sich in Grenzen, denn die Straßen zwischen den Gewächshäusern sind nicht dahin gehend ausgebaut. In erster Linie kommen uns Kleinlaster, die das Gemüse zur Zentralstelle befördern, entgegen.

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Nun haben wir die Stelle erreicht, der den ausgewiesenen Radweg zum Ortszentrum um 6 Kilometer reduzieren soll.

Es stellt sich heraus, es ist ein Erlebnis-Radweg. Wir schieben die Räder über kleine Steine und Geröll und genießen währenddessen die herrliche Aussicht. Unter uns liegt die Punta Entinas-Sabinal, ein Naturschutzgebiet, das sich von Roquetas de Mar bis Almeria erstreckt.

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Wir sind uns nicht sicher, ob wir uns auf einem „Holzweg“ befinden. Jetzt ist Vorsicht geboten, das Rad ist gut im Griff zu halten, es geht nach unten, denn starkes Gefälle fordert unser aller Konzentration.

Meter für Meter bewegen wir uns fort, als ein Radsportler an uns vorbeigeht, der das Rad auf dem Rücken transportiert. Das gleiche zu tun wäre eine Absurdität. Ein E-bike wiegt zwischen 21 und 25 Kilogramm, aber das zeigt uns, wir sind auf dem richtigen Weg. Eigentlich haben wir uns den Radweg etwas anders vorgestellt.

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Ein Aufatmen, endlich die Höhe des Meeresspiegel erreicht zu haben. Nun ist es nur noch einen Klacks bis zum Hafen.

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Am Hafen erwartet uns eine Lokalität, die wir in der Vergangenheit oft besuchten. Dieses Kleinod liegt zentral am Bootshafen und zeichnet sich für die große Auswahl an geschmackvoll zubereiteten Tapas aus. Wir genießen das Ambiente und herrliche Wetter, stimmungsvoller kann man einen Geburtstag nicht zelebrieren20200116_133254

Als die Rücktour zur Sprache kam, fühlte sich Moni noch fit genug, auf den Bus zu verzichten und die Strecke mit den Rädern zu fahren.

Dank eines leistungsstarken Motors-90Nm-540 Wh-Unterstützung, gibt er Moni die Möglichkeit, bei minimalen Körpereinsatz auch ferne Ziele zu erreichen. Das Fleyer ist nur zu empfehlen.

Bis dann………..

Dienstag, 31.12. 2019

Schon wieder rauscht ein Jahr dem Ende zu. Ist das Empfinden so oder bilden wir uns das nur ein, denn das menschliche Zeitempfinden ist sehr variabel.

Sekunden, Minuten, Stunden oder Tage können eine Ewigkeit dauern oder an uns vorbeirauschen.

Unsere aktuelle Verfassung beeinflusst unsere Zeitspanne. Die Angst vor dem Zahnarzt respektive dauert deutlich länger, als der erste Kontakt mit einer netten Person. Je älter wir werden, desto seltener werden wir im Allgemeinen aufregende Erfahrungen machen. Der Alltagstrott kehrt ein.

Die Tage im Rückblick vergehen schneller, schon wieder ist eine Woche um und man hat es kaum bemerkt. So geht es uns, wenn wir rückblickend auf das Jahr schauen, wo ist es geblieben?

Tatsache ist, bis zur Jahreswende sind es nicht einmal 5 Stunden.

Seit 2015 gibt es diesen Blog „Moni & Hagen on tour“, Grund genug zum Jahreswechsel Euch allen Followern heute „Gracias, Danke“ sagen für das Vorbeischauen und Teilhaben an unserem Blog.

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr, verbunden mit Gesundheit, Glück und Erfolg.

Moni & Hagen

Roquetas de Mar

Kulinarischer Rückblick der letzten Woche!

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Merluza Provencales

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Hirschragout mit Semmelknödeln und Apfelmus/Preiselbeeren

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Lammcotelettes, Haricot vert, Ratatouille

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Wiener Backhendel

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Food-Probantin

Bis dann……..

Dienstag, 24. Dezember 2019 Der Heilige Abend

Das siebte Jahr in Folge überwintern wir in Roquetas de Mar, westlich von Almeria am Golf von Almeria und werden wie jedes Jahr mit dem Weihnachtsfest und dem Übergang ins Neue Jahr konfrontiert.

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn es in Deutschland ungemütlich ist, haben wir das Glück, die Festtage in der Sonne bei milden Temperaturen zu verbringen.

Natürlich will die Weihnachtsstimmung nicht so richtig aufkommen, aber wir versuchen mit der Weihnachtsdekoration, Beleuchtung und erhaltenen Weihnachtsgrüßen den Erinnerungseffekt zu beleben. Das gelingt uns nicht immer, aber wenn die Zeit der Bescherung näher rückt, verstärkt sich das Gefühl in diesem Kontext besonders.

Ein sonniger Tag ist aufgegangen und nach dem Frühstück beginne ich mit den Vorbereitungen für das Mittagessen.

Wiener Backhendl mit Salat steht heute auf dem Plan. Das erfordert keinen hohen Vorbeitungs- und Schwierigkeitsgrad, der Zeitaufwand hält sich in Grenzen und wir sind allemal zufrieden, eines unserer favorisierten Speisen schlemmen zu können.

Das Gericht, marinierte Lammkoteletts mit grünen Bohnen und Ratatouille steht auf Monis Wunschliste, das am morgigen Tag von mir umgesetzt wird. Am Nachmittag empfangen wir ein befreundetes Ehepaar zur Kaffeezeit. Bei Cappuccino con nata (mit Sahnehaube) und Tiramisu werden wir über unsere nächste Fahrt sinnieren.

Der zweite Weihnachtstag wird in Spanien nicht gefeiert, die Geschäfte sind wie üblich geöffnet, und es bietet sich an, das Fahrrad für einen kurzen Trip wieder zu benutzen.

Bis dann……

Donnerstag, 19.12.2019 Granada

Heute besuchen wir die spanische Stadt Granada. Wie Malaga, Sevilla und Cordoba konnte uns auch Granada schnell in seinen Bann ziehen.

Sie liegt an den Ausläufern der Sierra Nevada, ist Hinterlassenschaft und Hochburg der andalusisch-maurischen Kultur sowie eines der Zentren jenes Musikstils der heute Flamenco heißt.

Neben der Alhambra, die wir vor Jahren bereits besucht hatten, damals ein totaler Reinfall, was das Wetter anbelangte – Regen, ausschließlich Regen – hatten wir Granada in negativer Erinnerung. Obwohl das Regen-Risiko heute 60% betrug und die Wolken sich düster türmten, zur Schauer – Gott sei Dank – kam es nicht. Aber leider fehlte die Sonne. Ich hoffe, dass es gelungen ist, trotz allem  ein Video über Granada authentisch und informativ erstellt zu haben.

Somit hinterließ diese Kultur nicht nur prachtvolle Bauwerke, wie die Alhambra – prachtvolle Residenz der Nasridenkönige, sondern auch wie erwähnt die Musik jener Zeit.

Es waren die andalusischen Zigeuner, die Einfluss auf diese Musikkultur nahmen. Aus den Klageliedern entstand der tragische Flamenco mit seinem charakteristischen Tanz, deren Darbietung an vielen Ecken im historischem Zentrum zelebriert wird. Aber das Wetter trieb kein Ensemble auf die Straße.

Viele Jahrhunderte lang versuchten christliche Heere die Muslime zu vertreiben und eroberten durch zahlreiche Schlachten eine Stadt nach der anderen wieder zurück. Um 1490 fiel die muslimische Bastion, das maurische Reich. Viele Moscheen wurden durch Kirchen ersetzt.

Ziel und Beginn unser Tour ist der Mirador de san Nicolás. Von der Terrasse erwartet uns der beste Postkartenblick auf die Alhambra, die Alcaszaba-Festung und der Blick auf die Schneegipfel der Sierra Nevada.

Abwärts begeben wir uns in das älteste Viertel (Maurenviertel) der Stadt Granada.

In den schmalen Gassen, die mit schwarz-weißen Kieselsteinen gepflastert sind und den weißgetünchten Häusern, entdecken wir schöne Winkel und kleine Gärten auf Dachterrassen, kommen vorbei an arabischen Teestuben, unzähligen Tapas-Bars und Geschäften die marokkanisches Kunsthandwerk und orientalischen Ramsch anbieten. Aber auch schmucke restaurierte Herrenhäuser haben wir entdeckt. Achtsamkeit hat Priorität, denn es ist besonders Glatt, da zieht es mir immer wieder die Füße unter den Beinen weg. Beinahe wäre es geschehen. Jetzt gehen wir auf einem Mamor-Trottoir.

Eingezwängt und erhaben wachsen die Häuser auf beiden Seiten drei- bis 4-stöckig in die Höhe und zwischen diesen nahe gelegenen Häuserfronten gelangen wir zu der imposanten Kathedrale Santa Maria und der angrenzenden Königskapelle „Capilla Rea“, die Grabstätte vieler Könige Spaniens war. Nach dem Rundgang der Kathedrale ist es unmöglich ein Gesamtbild herzustellen, denn sie liegt so eng zwischen den Häusern, dass man nur Teile video- bzw. fotografieren kann.

Nahe der Kathedrale findet man ausgewählte Shops mit Gewürzen und Gerüchen aus aller Herren Länder.

Fazit: Granadas Altstadt ist ein besonderes Erlebnis, eine Begegnung von neuer und alter Welt, die man unbedingt besuchen sollte.

Wir melden uns am 24. d. M. zurück.

 

Bis dann….

Freitag, 13. 12.2020 Natur-Schauspiel

Ein faszinierendes Wolkenspiel, besonders hübsch anzusehen am Himmel von Roquetas de Mar gegen 18.00 Uhr.

Folgende Fotos zeigen Ufo-Wolken, die sich auf der windabgewandten Seite der Sierra de Gador gebildet haben.

Sie entstehen, wenn ein starker Höhenwind auf ein Hindernis zuströmt, Gebirge oder Berg, die Luftmassen zwingt, diesen zu überqueren. Dabei entstehen Wellenbewegungen in mehren Schichten. Sie sind ortsfest, bewegen sich kaum und sind für mehre Stunden sichtbar. In diesem Fall war Eile geboten, der Sonnenuntergang war schon fortgeschritten.

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Bis dann…..

Montag, 18.11.2019 Zeltaufbau

Der Aufbau des Zeltes ist das letzte, das zwischen Ankunft und Beginn des Aufenthaltes steht. Da die Fracht bereits Ende September auf die Reise nach Roquetas de Mar geschickt wurde, war die Spannung groß, ob der Inhalt des Packsacks vollständig ist. Reklamationen aus dieser Distanz zu machen ist denkbar schwierig, der Händler befindet sich in Deutschland. Gott sei Dank, alles im grünen Bereich.

Hans, der an meiner Seite ist und in dieser Sache eine neue Herausforderung sah – schließlich handelte es sich um einen neuen Vorzelt-Typ (aufblasbares Luftzelt) konnte sich schnell in die Materie hineinversetzen. Wir können den schnellen und einfachen Aufbau nur bestätigen, aber das Abspannen erfordert den gleichen Zeitaufwand, den eines konventionellen Zeltes. Leichten Niederschlag und Wind hat das Zelt in der ersten Nacht gut überstanden. Aber wir sind andere Wetterlagen gewohnt, wenn es stürmt und pfeift, Stangen sich im Wind verbiegen und Planen durch die Luft fliegen. Wir machen jedes Mal drei Kreuze, wenn der Sturm sich abschwächt und keinen Schaden angerichtet hat. Danach können nur bessere Zeiten folgen.

Lust auf……

Bis dann……

Freitag, 15.11.2019 Wir sind angekommen

Nach wenigen Stunden Fahrtzeit – von Horadada nach Roquetas de mar – sind wir am Donnerstag gut angekommen, obwohl ein heftiger Sturm unsere Aufmerksamkeit besonders in Anspruch nahm. Aber mittlerweile sind wir sturmerprobt, auch in böigen Lagen.

Nach den Begrüssungsritualen unter den Nachbarn haben wir uns step by step eingerichtet und als erste Maßnahme die Bodenplane auf den Kies befestigten Untergrund ausgelegt, um einen steinchenfreien Zugang zum Wohnmobilbereich zu gewährleisten.

Morgen werden Teile der Infrastruktur installiert und das Zelt aufgebaut.

Bis dann……