25. August 2019 Das Video zur Estlandreise

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Freitag, 16. August 2019 Rückreise in heimatliche Gefilde

Wir haben heute vom Hafen Liepaja (Lettland) aus, die Rückreise nach Travemünde angetreten. Aktuell befinden wir uns nördlich von Danzig

und werden morgen Mittag voraussichtlich gegen 12 Uhr in den Hafen von Travemünde einlaufen. Bevor wir endgültig das Ziel Haltern am See anfahren, werden wir noch einen Tag in Travemünde verbringen.

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aktuelle Position

 

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letzte Übernachtung

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on Bord

 

 

 

Bis dann…...K640_P1020336

 

 

12. August 2019 Wir entdecken die unberührte Natur

Auf einer kleinen Schotterstraße in der Nähe von Tudu im Nordosten von Estland werden wir um 17 Uhr Andres treffen, der uns zur Hütte begleiten wird. Wir müssen pünktlich sein, da es zu einem späteren Zeitpunkt nicht ganz ungefährlich sein kann, zu Fuß zur Beobachtungshütte zu gelangen. Schließlich haben wir ein Wohnmobil und können das gut zeitlich timen, denn wir wollen unterwegs lieber nicht auf einen Bären treffen.

Die Rucksäcke, die wir mitnehmen, wurden mit nützlichen Utensilien Wasser, Tee, und Fressalien bepackt, schließlich werden wir in der Hütte die Nacht verbringen.

Vor unserer Wanderung zur Bärenhütte haben wir uns der Situation angepasst und entsprechende adäquate Kleidung angezogen. Jetzt fehlen nur noch die wetterfesten Wanderschuhe, die uns wärmstens empfohlen wurden.

Voller Spannung und Motivation machen wir uns auf den Weg. Außer uns begleiten noch weitere 9 Beobachter den matschigen Sandweg zu unserem Estland Highlight. Gestern hatte es in der Gegend noch geregnet und heute ist das nicht anders.

Andres hat einen forschen Schritt, einige haben Mühe, ihm zu folgen. Wie es aussieht, sind wir endlich angekommen! Vor uns liegen auf einer Lichtung die zwei Beobachtungshütten nebeneinander.

Im Inneren der Hütte gibt es neben dem Eingangsbereich, links und rechts jeweils einen Raum mit je 2 Hochbetten. Es ist also insgesamt Platz für 8 Personen. Außerdem gibt es noch einen Raum mit der Trockentoilette. Besonders wichtig, da wir die Hütte in den nächsten Stunden bis 8 Uhr nicht verlassen dürfen. In der Hütte gibt es keinen Strom, zur Orientierung dient eine Taschen- oder Stirnlampe.

Die Beobachter werden in zwei Gruppen aufgeteilt und wir werden mit einem französischen Paar die Zeit verbringen. Immer wieder stellt sich die Frage, werden wir Tiere sehen und explizit zumindest einen Bär? Wir sehen zwar einige Futterstellen, aber eine Garantie gibt es nicht. Das Wetter ist miserabel. Ein Mensch würde nicht vor die Türe treten. Jetzt beginnt es auch noch zu regnen. Die Motive werden diffuser. Schade, eine sonnige Abendstimmung hätten wir uns gewünscht. Das große Warten beginnt und wir liegen weiter auf der Lauer. Laufend wechseln wir die Positionen, denn wir haben zwei Seiten mit Fenstern und flüstern uns die aktuelle Lage zu.

Zwischenzeitlich beobachten wir eine Vielzahl von Vögeln, wie Rotkehlchen, eine Menge Kohlmeisen, Kleiber und nicht näher bestimmte Arten, die sich an den Vogelstationen mit Körnern versorgen. Mittlerweile ist es 20 Uhr.

Moni ruft mir zu, hier kommt ein großer Bär! Ein toller faszinierender Moment. Ein Braunbär pirscht sich vorsichtig aus dem dichten Wald heran. Moni ist entzückt! Der Bär ist unglaublich groß und feist. Er ist erst nur als dunkler Fleck wahrzunehmen. Man kann seine große Erscheinung erkennen. Jetzt kommt er näher heran und ist gut erkennbar.

Genüsslich macht er sich über das Futter her. Einige Zeit haben wir die Möglichkeit ihn zu beobachten. Dann zieht er sich zurück und geht wieder in den Wald. Nachdem wir uns ein wenig gedulden müssen, taucht er wieder auf. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob das ein anderer ist oder der gleiche. Er trollt von einer Seite zur anderen und hat eine weitere Futterstelle gefunden. Schließlich zieht er wieder ab.

Es wird immer dunkler und haben mit dem Auftauchen eines weiteren nicht gerechnet. Er ist viel entspannter. Vielleicht fühlt er sich im Schutz der einsetzenden Dunkelheit sicherer. Als schließlich alles aufgefuttert zu sein scheint, dreht er noch eine Runde und wie von der Tante Ella gestochen gallopiert er in Wald zurück. Möglich, das der einsetzende Regen der Auslöser war.

Wir ziehen uns auch zurück, denn wir wollen morgen früh weiter beobachten. Wir schlüpfen in unsere Schlafsäcke – die von der Organisation gestellt wurden –und sind erstaunt wie warm und gemütlich es in der Bärenhütte ist. Die Räume sind so gut isoliert, dass keine Geräusche nach außen dringen.

Weit und breit kein Tier in Sichtweite. Der Morgen hat mit leichten Nebel begonnen, der sich aber rasch auflöst und die Sonnenstrahlen freigibt. Warten ist wieder angesagt, aber das kennen wir. Jetzt wird es hektisch, ein kleiner Marderhund oder auch Waschbärhund genannt kommt ins Bild – putzig dieses Tier. Auf der Suche nach Futter streift es durch das Terrain. Nun werden auch Rehe am Waldrand sichtbar, die eine Weile auf Futtersuche sind. Nicht so spektakulär, denn ein Elch wäre uns lieber gewesen.

Videoaufnahmen sind aufwändig und werden zum nächsten Bericht eingestellt.

Heute befinden wir uns unmittelbar an der Grenze zu Lettland. In den dünn besiedelten Gebieten, die wir jetzt durchfahren ist die Netzabdeckung nicht optimal. Deshalb habe ich den Blog noch vor Verlassen der Ländergrenze eingestellt.

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Bis dann…….

Sonntag, 11. August 2019 Wir lernen die Umgebung kennen.

Alte Tradition ist das Fische räuchern. Entlang der Nationalstraße 3 in Höhe von Mustvee haben sich unzählige Fischstände etabliert, die über eine direkte Räuchereinrichtung verfügen. Hier bekommt der Käufer absolut frische Ware. Wir konnten dem nicht widerstehen und nahmen gleich zwei Exemplare mit. Ob das ein Geschmackserlebnis wird, werden wir nach dem Verzehr berichten.

Den Stellplatz/Campingplatz, deren Einrichtungen noch aus der Sowjetzeit stammen, führen uns darüber hinweg, dass die Lage besonders reizvoll.

Ansonsten werden wir den Tag im und um das Mobil verbringen. Momentan hat der Regen begonnen und ich werde mich nach draußen begeben; man sagt Regen macht schön, oder wie war das noch!

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Bis dann……

Samstag, 10. August 2018 Mit dem Rad um Kasepää

Nch einer turbulenten Nacht, verursacht von Jugendlichen, die auf einem öffentlichen Platz, lautstark Hipp-Hopp-Musik aus ihren Konzert-Lautsprechern ertönen ließen, konnten wir verspätet die Nachtruhe genießen.

Der Morgen erwartete uns mit herrlichen Sonnenschein und gab uns die Idee mal wieder einen Ausflug mit dem Rad zu unternehmen.

Unsere Eindrücke sind ein Wechselspiel von Wiesen, Wäldern, kleinen Bachläufen und hin und wieder mal ein Anwesen. Die Landschaft ist das Gegenteil von monoton und natürlich immer Ausschau haltend nach Elche.

Als wir die Orientierung verloren und die Hinweisschilder uns nicht weiter helfen konnten, kam uns glücklicherweise eine ältere Dame – schätzungsweise Jahrgang 1940 – entgegen, die wir um Auskunft baten.

Zu unserer Verwunderung verstand sie gut deutsch, nur mit der Sprache haperte es. Sie erzählte bruchstückhaft, in der Schule deutsch gelernt zu haben, aber das ist schon lange her. Sie wies uns den Weg.

Die Route ins Niemandsland betrug heute 25 km, nicht viel, aber eine schöne Abwechslung.

 

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Die Zwiebeln das Kilo 0,50 €

Bis dann……

 

 

Freitag, 9. August 2019 Wir reisen an den Peipuss-See

Unterwegs:

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Der Ort Mustfee:

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Russische Hochzeitsgesellschaft:

Der Peipuss-See liegt zwischen Estland und Russland. In der Mitte liegt die Grenze. Das Binnengewässer ist siebenmal so groß wie der Bodensee. Er steht unter den größten Seen Europas an fünfter Stelle. Nur zwei russische, jeweils schwedische und finnische Seen sind größer.

Am Nordufer liegen kilometerweite Strände. Was liegt näher, der Fischfang ist eine bedeutende Einnahmequelle. An fast jeder Ecke bieten kleine Hütten, bzw. bunte Fischerhäuschen insbesondere Räucherfischwaren an.

Die Bewohner sind immer noch mit dem Zwiebelanbau konfrontiert. Der Boden ist für eine gute Ernte besonders beschaffen. Wer meint, das müsste sich im Preis niederschlagen, der irrt. Das Kilo Zwiebeln für 2,50 €. Ich frage mich, wer bezahlt den horrenden Preis?. Bei dem Spaziergang durch den Ort fiel auf,  jedes Anwesen hatte einen Garten mit diversen Gemüse-, Zwiebel-, Kartoffeln, Rhabarber-, Möhren- etc.-Anbau. In einigen Gärten standen auch Gewächshäuser.

Viele sind hier Selbstversorger, wenn man das Angebot im hiesigen Coop näher unter die Lupe nimmt, kein Wunder.

Bis dann……

 

 

 

Donnerstag, 8. August 2019 Narva an der Grenze zur russischen Förderation

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Narva ist Estlands drittgrößte Stadt, der nordöstlichste Außenposten der Europäischen Union und Grenzübergang in die russische Förderation.

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Die überwiegende Mehrheit, über 80 % sind ethnische Russen, aber ihre Umgangssprache ist natürlich die Muttersprache, russisch.

Die Hermannsfeste ist eine mittelalterliche Festung am Ufer des Flusses Narva und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Auf der anderen Seite des Flusses (Russland) liegt die Stadt Iwangorod, 

 

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Das Stadtbild von Narva ist geprägt von Wohnblöcken mit unverputzten Ziegelfassaden, die in sowjetischer Zeit gebaut wurden, denn Narva wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört.

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In einem russischen Restaurant kehrten wir zum Mittagessen ein.

Bis dann……

Mittwoch, 7. August 2019 It‘s a rainy day

Wir besuchen einen renommierten Wasserfall in Estland und bis zur russischen Grenze sind es keine 60 Kilometer.

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Die Sehenswürdigkeit erwies sich als ein „Rheinfall“, wenn es so wäre. Ein Rinnsal das vor sich her plätscherte und nur akustisch wahrzunehmen war. Auch nach ergiebiger Suche, vergebens, wir sahen das Rinnsal nicht. Schade. Mit seiner 30 Meter hohen Wasserwand an der Steilküste von Ontika gilt er als höchster Wasserfall Estlands. Über eine Holztreppe mit 360 Stufen gelangt man tief nach unten, an das Ufer der Ostsee.

Die Wetterprognosen hatten einen nassen Tag vorhergesagt. Grund genug mal einen Tag zu entspannen und den Blog zu aktualisieren.

Bis dann…….

Dienstag, 6. August 2019 Naturschutzpark Lahemaa

Die Reise führt uns heute zum Naturschutzpark Lahemaa.

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Lahemaa zählt zu den wichtigsten Waldschutzgebieten Europas und ist zugleich der älteste und größte Naturschutzpark Estlands.

Im Zuge dessen besuchen wir einen Wanderweg durch das Hochmoor Viru Raba.

Auf dem Naturlehrpfad durchqueren wir das Gebiet ausschließlich auf befestigten Bohlen. Wir sahen blühendes Moos, Erika, Multbeerengewächse glitzernde Seen und Abdrücke frischer Wildspuren und Fährten. Rückschlüsse auf das Gewicht und Größe lassen vermuten, dass es sich hier um kapitale Wildtiere handeln muss. Vielleicht Elche?

Eine junge Russin, die uns entgegen kam, bot frisch gepflückte Heidelbeeren zum Probieren aus der Hand an – lecker, lecker. Das erinnert uns an die Heidelbeer-Bisquitrolle, die in Tallinn serviert wurde. Für Moni ein Hochgenuss.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Vösu, ein bekannter Badeort, der am Finnischen Meerbusen liegt. Zur Zeit des russischen Reiches wurde er von der Oberschicht aus St. Petersburg und Moskau frequentiert. Der Ort ist von Tannen-, Fichten- und Kiefernwäldern umgeben. Wir stehen unweit des Hafens, genießen den schönen Ausblick und werden hier auch die Nacht verbringen.

Bis dann……..

Montag, 5. August 2019 Stadtbesichtigung „Tallinn“

Kalt ist es heute morgen, kein Wunder, das Thermometer zeigt unsympathische 12° an, aber der Himmel zeigt sich von seiner besten Seite.

Nach dem Frühstück machen wir uns startklar und fahren zum großen Parkplatz – der auch unser nächtliches Schlaflager werden soll – an den Cruise-Ships-Terminals des Hafens.

Hier beginnt unsere Sigthseeing-Tour durch die Altstadt von Tallinn.

Folgende Fotos geben einen imposanten Eindruck dieser historischen Metropole wieder.

Nun haben wir die drei Städte des Altertums – Vilnius, Riga und Tallinn kennengelernt. Unser Fazit: Riga und Vilnius strahlen heute in einem neuen Glanz, viele Häuser und Gebäude wurden restauriert. Der Kern ist recht großflächig und weiträumig. Eine Besichtigung der historischen Stätten erfordert mehr Zeit. Zwei – drei Tage sollten schon eingeplant werden.

Tallinn hingegen zeigt seine teils ursprüngliche Bausubtanz. Fassaden zeigen zahllose Ornamente und überschwengliche Verzierungen. Viele dieser Häuser sind im Privatbesitz oder gehören dem Staat.

Zweifelsohne, Tallinn ist eine kleine Stadt, besonders der alte historische Kern. An Hand der Massen die sich um uns bewegten war es nicht möglich ein Foto ohne weitere Touristen zu schießen.

Bis dann……..