Montag, 11. Januar 2021 Unwetter in Spanien

Der Atlantiksturm Filomena zieht sich zurück, nachdem die gesamte Provinz von ergiebigen Wassermassen heimgesucht wurde. Allerdings nicht vom Rest des Landes, das immer noch unter den Auswirkungen starker Schneefälle und Regenschauern steht. Ab vergangenen Mittwoch erlebten wir ununterbrochen Regen, mit Ausnahme von Samstag (wolkenlos) und Sonntag, wo es halt trocken blieb.

Da wir nun im untersten Süden von Spanien leben, betraf uns das Wetter wie es zur Zeit im restlichen Land herrscht, nicht.

Positiv ist anzumerken, dass der Feuchtigkeitsgrad der Böden und der Pflanzen wieder erhöht wurde und das Grundwasser-Auffüllsystem wieder aktiviert ist.

Für die nächsten Tage ist eine kurze Kältewelle prognostiziert, dabei kann das Thermometer in Küstennähe auf -2° unter Null fallen. Die Höchsttemperaturen werden maximal 15° Grad erreichen. Wir befinden uns schließlich nicht im Urlaub, sondern verbringen hier die Wintermonate, wobei es auch schon mal regnen darf. Die Wetterlage wird sich in den kommenden Tagen zum Positiven entwickeln, und auf normale Werte zurückkehren.

Morgen ist eine Fahrt zur Oelmühle vorgesehen, von der wir berichten werden.

Bis dann………..

10. Januar 2021 Reise in die östliche Region Andaluciens.

Mojacar ist eine kleine Küstenstadt in der östlichen Provinz von Almeria und zählt unter anderem zu den schönsten Badeorten der Costa de Almeria.

Der Betrachter sieht ein Meer aus weißgetünchten Häusern. Der arabische Einfluss hat das Stadtbild geprägt, das durch enge Gassen und versteckte Winkel gekennzeichnet ist. Der Ort ist auch in der Nebensaison gut besucht, aber jetzt im Januar, dem Covid 19 geschuldet, war alles sehr übersichtlich.

Mitten unter Einheimischen konnten wir in „Ruhe“ durch die Gassen schlendern. Direkt unterhalb der Kirche Santa Maria finden wir ein kleines Lokal.

Monika und ich trinken Café- con-leche unsere Begleitung Café- con-leche und Americano, das ist ein mit Wasser gestreckter Espresso. Übrigens lieben wir normalerweise den Cappuccino con nata – mit Kakao bestäubter Sahnehaube und Kaffee. Nach einem Rundgang durch den Ort, den wir in gleicher Konstellation vor zwei Jahren schon mal besuchten, verlassen wir Mojacar und fahren das nächste Ziel, den Strand der Toten, an.

Der Lohn des etwas beschwerlichen Weges, der uns vom Parkplatz bis unterhalb der Klippen zum Strand führt. ist sehr eindrucksvoll.

Playa de los Muertos „Strand der Toten“

nennt sich dieser Teilabschnitt. Der Name resultiert aus der früheren Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, in der Piraten ihr Unwesen trieben. Vorbeifahrende Schiffe wurden bekämpft und teilweise versenkt, wobei es viele Schiffbrüchige gab, die der starken Strömung ausgesetzt waren. In Anbetracht dieser Tatsache ist das Baden an diesem Strand nicht ungefährlich, da er eine bösartige Untiefe vorgelagert hat. Den abrupten Eintritt ins Wasser, der sehr tief ist, sollten Nichtschwimmer unbedingt berücksichtigen.

Der Strandabschnitt – der zu den schönsten Stränden Spaniens gehört – hat eine Länge von ca. 1000 Metern und ist 30 Meter breit. Bestehend aus feinem, hellen Muschelsand hebt er sich von den schwarzen Felsen aus Lavagestein besonders ab. Beeindruckend ist auch das glasklare Wasser von azurblauer Farbe, das wir insbesondere auf unseren Reisen aus wärmeren Gebieten der Südhalbkugel kennen.

Wir nehmen einen nachhaltigen Eindruck mit und fahren in Richtung San Juan. Aber erst einmal halten wir auf einer Anhöhe, von der wir Aufnahmen auf die vorgelagerte Insel – La Isleta del Moro – mit dem Kopter videographieren.

Es ist nicht das absolute Wetter, aber jetzt sind wir mal hier und werden uns der Situation anpassen. Nach dem kurzen Aufenthalt geht es weiter nach San José, einem kleinen Badeort im Naturpark Gabo de Gata und finden ein uriges Esslokal, das uns auf Anhieb zusagt. In Coronazeiten ist die Auswahl geöffneter Speiselokale sehr eingeschränkt, denn die Touristen fehlen. Die Wirtin des Lokals schafft schnell Holzscheite aus dem Nebenraum und bestückt den offenen Kamin. Hans übernimmt den Part des Heizers und wir alle sind angetan von der angenehmen Behaglichkeit. So geht Zufriedenheit. Mit diesem Feeling verlassen wir das Lokal und beenden unseren Tagesausflug in die östliche Region Andaluciens.

Bis dann…...

Fahrrad-Tour in das Naturschutzgebiet – Punta Entinas Sabinar

Heute sieht der Plan vor, in das 12 Kilometer entfernte Naturschutzgebiet – Punta Etinas Sabinar zu fahren. Also geht es los. Zunächst höchst entspannt immer des Strandweges entlang, bis wir die äußersten Ferienhotels und das Ende des Strandboulevards erreichen.

Am Beginn des Naturparks ist die Wegbeschaffenheit nicht mehr optimal, feinkörniger bis grober Schotter, Sand und Wasserlachen sind die Herausforderungen, um in der Spur zu bleiben. Nicht ganz ungefährlich, aber wir bleiben konzentriert und stellen das Tempo auf die Beschaffenheit des Untergrundes ab.

Hiervon abgesehen ist es ein weitläufiges und trockenes Terrain. Die Landschaft die wir durchfahren ist eine bemerkenswerte Landschaftsform, die von Sträuchern und Gräsern bedeckt ist. Diese Flora, die teils mit wenig Wasser zurecht kommt, fasziniert. Dünen, angelegte Meerwassersalinen und Lagunen wechseln sich ab. Wir sehen mehrere Lagunen bzw. Etang, das die Franzosen für eine stehende Wasseroberfläche auf undurchlässigen Böden bezeichnen, in denen eine große Anzahl von Wasservögeln ihre Heimat gefunden haben. Zu beobachten sind weißer Reiher, Störche, Möwen und Flamingos. Um sich rosa zu färben, fressen Flamingos vor allem Algen und Krebse, die Karotin enthalten. Diese leben in besonders salzhaltigem Wasser, denn je höher der Salzgehalt des Gewässers, desto intensiver die Rotfärbung, anschaulich im Video zu sehen.

Eines der wenigen Bauwerke in der Punta Entinas Sabinar ist ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert. Man konnte einstmals von einem Turm zum anderen sehen und wenn sich Piraten der Küste näherten, wurde die Warnung mittels Feuersignalen weitergegeben.

Es nun folgt nun unser Bericht in bewegten Bildern.

Bis dann…….

Aktuell !!!

unter Einfluss einer Hochdrucklage und angenehmer Temperatur von 19° brauste heute ein Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von 74 km/h und orkranartigen Spitzenböen von 130 km/h an der Küste von Roquetas de Mar vorbei.

Bis dann……