Sonntag, 14. Februar 2021 Clasica de Almeria

Ein großartiges Sportereignis findet am 14. Februar 2021 in der Region Almeria, die Clasica Almeria, statt.

In diesem Jahr nehmen 22 Mannschaften darunter, Gazprom-Movistar-Bora-Hans-Grohe-Astana-Mitchelton-Scott-Teams aus Belgien, Spanien, Frankreich, Holland der Schweiz, Australien, Russland, Kasachstan, Polen, Spanien und den USA, teil.

Elf aus der Top-Kategorie der World Tour und weitere elf aus dem Pro-Team, die einen Zug(Peloton) aus 154 Fahrern bestehen. Unter ihnen ist der Doppelmeister der letzten beiden Wettbewerbe-2019/2020, der Deutsche Pascal Ackermann vom Bora-Team(Hans Grohe). Er möchte weiterhin Geschichte schreiben und seinen dritten Titel in Folge hinzufügen. Ob es ihm gelingen wird bleibt dahingestellt.

Die Gesamtstrecke von 183 Kilometern und auf eine Gipfelhöhe von 530 Metern in 4,5 Stunden, ist zu überwinden. Ab hier beginnt der lange Abstieg von 20 Kilometern auf Meereshöhe.

Der letzte Teil des Rennens wird live in etwa 50 Staaten übertragen. Das Ziel ist unweit unseres Platzes und wir werden haut nah(Corona) dabei sein. Der deutsche Sprinter Pascal Ackermann vom Team Bora-Hans Grohe, der die letzten Rennen für sich entscheiden konnte, verpasste die Gelegenheit drei Siege in Folge zu erzielen. Giacomo Nizzolo, ITA, vom Team Qhubeka Assos gewann den Sprint vor Florian Senechal-von Deceuninck-Quick-Step, FRA. und Martin Laas EST. vom Team Bora-Hans Grohe.

Bis dann………

1. Februar 2021 Traumwetter

Schon zu Beginn des Monats zeigt sich der Februar von seiner besten Seite, denn schöner kann es nicht mehr werden. Traumhaftes Wetter und Temperaturen um die 20° sprechen für sich. Im Zelt werden sonnenseitig 45° und an der Schattenseite 27° gemessen. Drei Fenster sind geöffnet und im Innenzelt wird immerhin noch eine Temperatur von 30° gemessen. Der Wind zieht leicht durch das Innere, sodass es sich trotz alledem gut aushalten lässt. El tiempo, der spanische Wetterdienst hat für die nächsten Tage keine Veränderung der Wetterlage prognostiziert.

Die dritte Coronavirus-Welle breitet sich stärker aus, als die vorhergehenden. Besonders betroffen ist die Region Valencia, Andalusien bleibt minimal unter dem Spanienschnitt. Hingegen stellt jede Region an den Stellschrauben die ihnen zur Verfügung stehen: Orte unter Quarantäne stellen, die Region abschotten und nächtliche Ausgangssperren verhängen. All das betrifft uns explizit nicht, denn wir sind nur mit dem Fahrrad unterwegs und werden die Reichweite nicht überziehen. Bis zum heutigen Tag ist die Dienstleistungsbranche komplett geöffnet. Es gibt keinerlei Einschränkungen, bis auf den Mundschutz, der zu tragen ist.

Auch in der Vergangenheit wurden Speis und Trank auf den Tisch gebracht. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Bis dann…….

Ein Streifzug durch die Alpujarra.

Die Alpujarra liegt am Südrand der Sierra Nevada in Andalusien. In dem Gebiet der Alpujarra wird seit jeher Landbau von selbstständigen Kleinbauern und Familien betrieben. Auf unwegsamen und gebirgigen Regionen erfordert der Anbau viel Aufwand und Arbeitsansatz. Ohne Einsatz von Maschinen werden die Oliven schonend mit einem Handrechen vom Baum gestreift, dem zuvor ein Netz um den Baum ausgelegt wurde. Unmittelbar nach der Ernte werden die Oliven zur Mühle transportiert, um sie anschließend zu pressen. Diese Vorgehensweise ist das Ergebnis für eine besonders gute Qualität, wenn weitere Anforderungen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, erfüllt sind.

Wir erstanden ein besonders hochwertiges natives Olivenoel extra (spanisch: extra virgin) dessen Qualität nach Hans Aussage, man schmecken kann. Es eignet sich im besonderen für Salate, Antipasti, Pesto oder auch auf Baguette geträufelt. Aus diesem Grunde haben wir einen Abstecher nach Cherin unternommen. Apropos grüne Oliven, diese sind ganz jung und gerade reif und haben einen bitteren Geschmack. Der Ertrag nach der Pressung ist sehr gering. Schwarze, reifere Oliven hingegen liefern mehr Oel beim Pressen, es ist fruchtiger und somit weniger bitter.

El Sabor Amazara (der Geschmack wird verblüffen) ist die Aufschrift am Eingang der kleinen Oelmühle. Unsere Wünsche, hinsichtlich der unterschiedlichen kleinen Füllmengen konnten vom Müller nicht erfüllt werden, sodass wir eine kleine Menge mitnahmen und uns zur Weiterfahrt nach Canyajar entschlossen. Diese Oelmühle kannten wir aus den vergangenen Jahren und dessen erlesene Erzeugnisse sind auch nicht minder in der Qualität. Das Oel aus der Canjayar-Mühle stammt aus der sorgfältigen Auswahl der Olivenhaine von Almeria und ist eines der besten Oele der Welt, nach Aussage des Produzenten. Das Oel ist die Kombination verschiedener Olivensorten, wie Lechin, Picual, Manzanilla, Hojiblanca und Arbquina. Wir nahmen eine kleine Auswahl dieser erlesenen Tropfen mit.

Bis dann……

Montag, 11. Januar 2021 Unwetter in Spanien

Der Atlantiksturm Filomena zieht sich zurück, nachdem die gesamte Provinz von ergiebigen Wassermassen heimgesucht wurde. Allerdings nicht vom Rest des Landes, das immer noch unter den Auswirkungen starker Schneefälle und Regenschauern steht. Ab vergangenen Mittwoch erlebten wir ununterbrochen Regen, mit Ausnahme von Samstag (wolkenlos) und Sonntag, wo es halt trocken blieb.

Da wir nun im untersten Süden von Spanien leben, betraf uns das Wetter wie es zur Zeit im restlichen Land herrscht, nicht.

Positiv ist anzumerken, dass der Feuchtigkeitsgrad der Böden und der Pflanzen wieder erhöht wurde und das Grundwasser-Auffüllsystem wieder aktiviert ist.

Für die nächsten Tage ist eine kurze Kältewelle prognostiziert, dabei kann das Thermometer in Küstennähe auf -2° unter Null fallen. Die Höchsttemperaturen werden maximal 15° Grad erreichen. Wir befinden uns schließlich nicht im Urlaub, sondern verbringen hier die Wintermonate, wobei es auch schon mal regnen darf. Die Wetterlage wird sich in den kommenden Tagen zum Positiven entwickeln, und auf normale Werte zurückkehren.

Morgen ist eine Fahrt zur Oelmühle vorgesehen, von der wir berichten werden.

Bis dann………..

10. Januar 2021 Reise in die östliche Region Andaluciens.

Mojacar ist eine kleine Küstenstadt in der östlichen Provinz von Almeria und zählt unter anderem zu den schönsten Badeorten der Costa de Almeria.

Der Betrachter sieht ein Meer aus weißgetünchten Häusern. Der arabische Einfluss hat das Stadtbild geprägt, das durch enge Gassen und versteckte Winkel gekennzeichnet ist. Der Ort ist auch in der Nebensaison gut besucht, aber jetzt im Januar, dem Covid 19 geschuldet, war alles sehr übersichtlich.

Mitten unter Einheimischen konnten wir in „Ruhe“ durch die Gassen schlendern. Direkt unterhalb der Kirche Santa Maria finden wir ein kleines Lokal.

Monika und ich trinken Café- con-leche unsere Begleitung Café- con-leche und Americano, das ist ein mit Wasser gestreckter Espresso. Übrigens lieben wir normalerweise den Cappuccino con nata – mit Kakao bestäubter Sahnehaube und Kaffee. Nach einem Rundgang durch den Ort, den wir in gleicher Konstellation vor zwei Jahren schon mal besuchten, verlassen wir Mojacar und fahren das nächste Ziel, den Strand der Toten, an.

Der Lohn des etwas beschwerlichen Weges, der uns vom Parkplatz bis unterhalb der Klippen zum Strand führt. ist sehr eindrucksvoll.

Playa de los Muertos „Strand der Toten“

nennt sich dieser Teilabschnitt. Der Name resultiert aus der früheren Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, in der Piraten ihr Unwesen trieben. Vorbeifahrende Schiffe wurden bekämpft und teilweise versenkt, wobei es viele Schiffbrüchige gab, die der starken Strömung ausgesetzt waren. In Anbetracht dieser Tatsache ist das Baden an diesem Strand nicht ungefährlich, da er eine bösartige Untiefe vorgelagert hat. Den abrupten Eintritt ins Wasser, der sehr tief ist, sollten Nichtschwimmer unbedingt berücksichtigen.

Der Strandabschnitt – der zu den schönsten Stränden Spaniens gehört – hat eine Länge von ca. 1000 Metern und ist 30 Meter breit. Bestehend aus feinem, hellen Muschelsand hebt er sich von den schwarzen Felsen aus Lavagestein besonders ab. Beeindruckend ist auch das glasklare Wasser von azurblauer Farbe, das wir insbesondere auf unseren Reisen aus wärmeren Gebieten der Südhalbkugel kennen.

Wir nehmen einen nachhaltigen Eindruck mit und fahren in Richtung San Juan. Aber erst einmal halten wir auf einer Anhöhe, von der wir Aufnahmen auf die vorgelagerte Insel – La Isleta del Moro – mit dem Kopter videographieren.

Es ist nicht das absolute Wetter, aber jetzt sind wir mal hier und werden uns der Situation anpassen. Nach dem kurzen Aufenthalt geht es weiter nach San José, einem kleinen Badeort im Naturpark Gabo de Gata und finden ein uriges Esslokal, das uns auf Anhieb zusagt. In Coronazeiten ist die Auswahl geöffneter Speiselokale sehr eingeschränkt, denn die Touristen fehlen. Die Wirtin des Lokals schafft schnell Holzscheite aus dem Nebenraum und bestückt den offenen Kamin. Hans übernimmt den Part des Heizers und wir alle sind angetan von der angenehmen Behaglichkeit. So geht Zufriedenheit. Mit diesem Feeling verlassen wir das Lokal und beenden unseren Tagesausflug in die östliche Region Andaluciens.

Bis dann…...